Das 4 Sterne Radisson Blu Media Harbour Düsseldorf gehört zu lediglich drei Radisson-Hotels in Deutschland, die in die hauseigene Kategorie 6 eingruppiert sind. Da es keine Kategorie 7-Häuser in Deutschland gibt, darf der Gast demzufolge ein Spitzenklasse-Hotel erwarten.

Lage im Düsseldorfer Medienhafen

Das Hotel ist im Mediahafen gelegen, der Stadtteil ist ein Muss für Architekturfreunde! Unzählige Restaurants und Bars befinden sich in unmittelbarer Nähe. Darunter finden sich auch mehrere sehr gute Restaurants wie die Meerbar oder das Rocco 800°C.

Die Lage des Hotels inmitten enger Bebauung an der viel befahrenen Hammer Straße ist allerdings keineswegs erstklassig. Dennoch ist das Haus aufgrund der beeindruckenden Fassade ein echter Hingucker. In zwei Minuten ist man am Rheinufer, deshalb geht die Lage dennoch in Ordnung.

Während unseres Aufenthalts im August 2020 waren das Hotel-Restaurant Amano sowie die Bar coronabedingt geschlossen. Deshalb können wir hierzu leider nichts schreiben. Vorbildlich waren allerdings die überall im Hotel vorhandenen Desinfektionsspender.

Einen Eindruck, wie das Hotel wohl „im Normalbetrieb“ aussieht, verschafft dieses Video:

Check-in im Radisson Blu Media Harbour

Der Check-in funktioniert schnell und unkompliziert. Regulär ist der Check-in ab 15 Uhr möglich, bis 12 Uhr müssen die Zimmer geräumt sein.

Dank unseres RadissonRewards Gold-Status erhielten wir ein Upgrade auf ein Premium Zimmer im vierten Stock (mit Verbindungstür). Das Hotel ist vorne und hinten verbaut, so dass es keine Zimmer mit Rhein- oder Hafenblick gibt. So zumindest die Ansage beim Check-in.

Sämtliche Goldvorteile waren auf dem Zimmer jedoch nicht vorhanden, weder das Mineralwasser, noch das Begrüßungsgeschenk. Auf unseren Hinweis wurde lediglich eine Flasche „Gerolsteiner“ Mineralwasser aufs Zimmer gestellt anstatt zwei Flaschen, die RadissonRewards Gold verspricht. Enttäuschend, dass die Vorteile nicht automatisch gewährt werden, sondern der Gast erst an der Rezeption danach fragen muss.

Warum trotz des äußerst gering ausgelasteten Hotels kein Upgrade auf eine Suite erfolgte, wird ein Geheimnis bleiben. Gerade in diesen Zeiten ist das Bedürfnis zur Gästebindung so wichtig wie nie. Schade, dass diese Möglichkeit hier nicht genutzt wurde.

Premium Zimmer

Das Premium Zimmer war mit 32 m² geräumiger als die Standard- (27 m²) oder Superior Zimmer (28 m²) im Radisson Blu Media Harbour Hotel. Insgesamt verfügt das Hotel über 135 Zimmer und Suiten, die durch eine moderne stilvolle Gestaltung von Stardesigner Matteo Thun überzeugen.

Premium Zimmer: Radisson Blu Media Harbour Düsseldorf

Das King Size Bett war bequem – Kissen, Decken und Bettwäsche tadellos. Die Einrichtung war eher zweckmäßig, zwei Stühle, ein Tisch sowie eine Ecke mit Wasserkocher und mit Nespresso Maschine. Die Minibar war ausgeräumt, was sicherlich der Corona-Maßnahmen geschuldet war. Durchaus positiv fiel der moderne und große Flachbildfernseher der Marke LG ins Auge.

Völlig unverständlich ist – wie in vielen neueren Hotels – der Blick vom Bett bis zur Toilette. Hier kommt erschwerend hinzu, dass die Hotelfenster von außen nicht verspiegelt sind und somit der gegenüberliegende Häuserblock theoretisch auch den Einblick quer durch das Zimmer bis zu der Dusche und Toilette hat. Da das Bad nicht über einen geeigneten Sichtschutz verfügt, bleibt wohl nur die Möglichkeit, die Vorhänge an der Fensterfront zu schließen.

Im Badezimmer waren hochwertige und wohlduftende Pflegeprodukte vorhanden sowie Einweg-Plastikbecher. Leider wurde die Corona-Zeit mit der Hotelschließung nicht dafür genutzt, um die Fugen an der Dusche auf Vordermann zu bringen. Schimmelbildung verträgt sich nicht mit einem erstklassigen Hotel. Eine solche Nachlässigkeit ist vermeidbar und absolut unverständlich.

Ansonsten fehlten im Badezimmer (wie in den meisten Hotels) einige Ablageflächen.

„Abgespecktes“ Frühstücksangebot

Wir hatten das Hotel im Rahmen der „Summer Staycation“-Aktion gebucht, so dass das Frühstück inklusive war. Das Aktionsguthaben in Höhe von 50 Euro konnte dagegen nicht vollständig genutzt werden, da das Restaurant und die Bar geschlossen waren. Aus Kulanz erließ man uns die Gebühr für die Tiefgarage.

Das Frühstücksangebot fiel sodann übersichtlich aus, was sicher auch der geringen Auslastung geschuldet war: Rührei (keine Würstchen), zwei Sorten Aufschnitt, zwei Sorten Käse, kein Lachs, vier verschiedene Marmeladen (einzeln verpackt) – alles etwas abgespeckt.

Zugunsten des Hotels darf man davon ausgehen, dass unser Eindruck keineswegs repräsentativ und nur der momentanen Situation geschuldet ist (siehe das Video oben).

Parken am Radisson Blu Media Harbour Hotel

Das Radisson Blu Media Harbour Hotel verfügt über eine eigene, aber abenteuerliche Tiefgarage. Mit einem SUV möchte ich da nicht hinein- sowie herausfahren müssen. Die Parkgebühren dafür belaufen sich auf 23 Euro/Nacht. Die Tiefgarage ist über einen Aufzug mit dem Hotel verbunden. Alternativ gibt es VIP-Parkplätze für 25 Euro direkt vor dem Hotel (Außenstellplatz). Für diese ist sicherlich eine Vorab-Reservierung zu empfehlen, da es nur sehr wenige Plätze gibt.

Tiefgarage: Parken am Radisson Blu Media Harbour Düsseldorf

Fazit

Ein Fazit ist wegen der besonderen Situation schwierig. Anzuerkennen ist der Wille, das Beste aus der momentanen Lage zu machen, die Umsetzung aber inkonsequent. Dennoch darf man diesem Hotel insgesamt ein angemessenes Preis-/Leistungsverhältnis attestieren (Standardzimmer sind ab ca. 70 Euro zu buchen). Das Frühstück schlägt nochmal mit knapp 30 Euro zu Buche.

Zumindest ärgerlich war aber, das „Summer Staycation“-Hotelguthaben nicht vollständig nutzen zu können. Die Einordnung des Hotels in die zweithöchste Kategorie 6 (also deutsche Spitzenklasse) drängte sich indes nicht auf.

Hier buchen: Radisson Blu Media Harbour Düsseldorf*

Alternativen: Deutlich teurer, aber das „erste Haus am Platze“ ist das Hyatt Regency, welches über dem Rhein thront und mittendrin im Medienhafen liegt.

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