Auf Tourismus ausgerichtet – Teneriffa Süd

Eines der beiden Ambiente, die die Insel bietet, ist Teneriffa Süd. Teneriffa zu besuchen, lohnt sich immer. Mehrere Jahre habe ich selbst dauerhaft auf der größten der Kanarischen Inseln gewohnt, bin beruflich wie privat viel unterwegs gewesen und maße mir einfach einmal an, behaupten zu können, sie ganz gut zu kennen. Die Erreichbarkeit ist ausgezeichnet. Denn jeden Tag kommen mehrere Maschinen aus Deutschland an. Die Insel bietet auf Grund ihrer topographischen Eigenheiten zwei komplett unterschiedliche Ambiente. Daher wäre es sinnvoll, vorher zu überlegen, was du von deinem Urlaub vorrangig erwartest. Bevorzugst du Sonnenbad, Strand- und Nachtleben und ein paar Grad mehr? Dann bist du in Teneriffa Süd besser aufgehoben. Möchtest du das authentische, verwunschene und rustikale Teneriffa mit seiner üppigen subtropischen Vegetation erleben? Dann sollte eher der Norden dein Zielgebiet sein. Für den Norden lies meinen separaten Artikel über Teneriffa Nord!

Was erwartet dich auf Teneriffa?

Es heißt, auf Teneriffa herrsche ewiger Frühling. Besonders für Teneriffa Süd kann man das fast auf Frühling-Sommer erweitern. Denn im Sommer genießt du hier freundliche 26-28ºC während im Winter das Thermometer immerhin noch zwischen 17 und 25ºC pendelt. Da die Kanarischen Inseln vor der Küste der Sahara liegen, kann es tageweise auch einmal vorkommen, dass heißer Wind aus der Sahara, der Calima, Saharasand und um ca. 5-7ºC höhere Temperaturen von Marokko herüber bringt. Zusammenfassend: eigentlich ist es immer ganz gut auszuhalten. Falls es doch einmal zu warm werden sollte, dann bleibt ja immer noch das kristallklare Atlantikwasser oder der Hotelpool für eine kleine Abkühlung. Die Flucht auf den höchsten Berg Spaniens bringt in diesem Falle keine Abkühlung, denn umso höher ihr fahrt, umso heißer wird es während der Calima-Tage.

Warum Teneriffa Süd?

Weil du in Teneriffa Süd eine komplett auf den Tourismus ausgelegte Infrastruktur vorfinden kannst. Genauso wie unzählige Bars, Clubs, Diskotheken und große Hotel- und Appartement-Anlagen, findest du hier Wassersport in allen Varianten, ausgedehnte Sandstrände und viel Platz zum Shoppen. Während im Norden eher verträumte Dörfer, Naturstrände, eine auf Hausmannskost basierte Gastronomie, üppige subtropische Vegetation, kleine Hotels, Appartements und Ferienhäuser und Wälder das Bild bestimmen.

Die Tinerfeños (Einwohner Teneriffas) bezeichnen als Süden die kargere, trockenere und wärmere Zone, die sich vom im Westen gelegenen Los Gigantes über den Süden bis zur im Nordosten gelegene Hauptstadt Santa Cruz zieht. Denn an der Nordseite ist das Klima deutlich anders (kühlerer und feuchter). Das Besondere an Teneriffa im allgemeinen ist die unglaubliche Vielfalt der Natur. So findest du hier den höchsten Berg Spaniens, den (momentan ruhigen) Vulkan Teide mit 3.718 Metern, der im Winter regelmäßig schneebedeckt ist. Ebenso kannst du an romantischen Strandbuchten noch relativ ungestört das Meer und die Sonne genießen.

Wo wohnen in Teneriffa Süd?

Wenn du in Teneriffa Süd Urlaub machen möchtest, ist sicherlich das Beste, in einem der großen internationalen Hotel abzusteigen. Ein Pauschalurlaub, vielleicht mit Frühstück oder sogar Halbpension, ist für den Süden eine prima Wahl. Du hast alle Annehmlichkeiten, wie i.d.R. eine hervorragende Lage am Strand, Pool und den nützlichen Urlaubsservice eines Hotels. Auch spricht man Deutsch an der Rezeption oder zumindest ein verständliches Englisch.

Einen Wagen zu mieten ist meiner Meinung nach nur tageweise sinnvoll, wenn du einen Ausflug planst. Der Strand ist eh nah und Restaurants und Bars findest du überall an jeder Ecke. Ohnehin findest du sowohl in Las Américas, wie auch in Los Cristianos nur schwierig Parkplätze und die Autobahn TF1 ist – zumindest im Berufsverkehr – ständig kollabiert. Zudem ist nachts, mit einem Gläschen Wein intus, das Taxi eh die bessere Wahl. Falls du einmal in den Norden oder einen Tagesausflug zum Teide machen möchtest, miete dir im Hotel bequem einen Wagen, so verplemperst du nicht wertvolle Urlaubszeit. Die Insel ist kleiner als du denkst und in knapp zwei Autostunden kannst du sie mit dem Auto einmal umrunden. Die Straßen sind in der Regel in Ordnung und wenn du die Berufsverkehr-Stoßzeiten vermeidest, kommst du auch gut durch.

Weiterhin gibt ein günstiges, sicheres und recht gut ausgebautes Busnetz, das in fast jeden Winkel reicht und auch gern von Touristen genutzt wird. Auf der einfach strukturierten, englischsprachigen Seite kannst du einfach einmal checken, ob es für dein Ausflugsziel eine gute Verbindung gibt.

Essen in Teneriffa Süd

Anders als im Norden, wo du überall essen kannst, wo es nach Restaurant aussieht, gibt es im Süden viele Touristenfallen. Zwar wirst du als Ausländer (Guiri – sprich Gieri) nicht anders behandelt oder übers Ohr gehauen, aber die Preise sind vielfach gepfeffert und die Qualität mitunter den Preis längst nicht wert. Obwohl Teneriffa als Insel im Atlantik liegt, bekommst du fangfrischen Fisch im Süden eher selten. Weiter unten gebe ich dir ein paar Tipps für gutes und landestypisches Essen und wo du es bekommst.
Spezialitäten, die du unbedingt probieren solltest, wenn du sie findest, sind:

  • die kleinen, salzbekrusteten und runzeligen Pellkartoffeln mit roter und grüner Soße (papas arrugadas con mojo rojo y mojo verde)
  • gegrillter Käse mit den gleichen Soßen (queso asado (frito) con mojos)
  • Escaldón (ein köstlicher Brei aus geröstetem Maismehl (Gofio) Fleischbrühe und Zwiebel). Klingt unspektakulär, ist aber megalecker!
  • Almogrote (eine orangerote Creme aus Hartkäse, Paprika und Olivenöl, die vorzüglich zu Weißbrot schmeckt)
  • Gambas al ajillo (in Olivenöl mit Knoblauch gebratene Shrimps)
  • Pescado a la espalda con ajo (frischer aufgeschnittener Fisch, beidseitig nur mit Knoblauch gebraten)

Nach dem Essen bestell dir einen Cortado Leche-Leche und lass dich überraschen. Ich mag diese kleine Mokka-Praline, schön anzusehen und zum Trinken. Den gibt's auch mit Licor 43 aufgepeppt und hübsch im Glas geschichtet als Zaperoco con licor oder Barraquito con licor (der heißt regional anders).
Auf Teneriffa, besonders im Norden, wird Wein angebaut. Zum Essen bestell einfach den Hauswein. Der ist günstig und von ausgezeichneter Qualität.

Meine Tipps zum Essen gehen in Teneriffa Süd

Wie in jeder touristisch ausgebauten Zone, wechseln auch hier gern einmal Namen und Besitzer, Bars und Restaurants verschwinden und andere erscheinen auf einmal. Viele Lokale sind Bauernfängerei und das Essen von minderer Qualität. Zum authentisch und gut Essen gehen ist der Norden deutlich besser geeignet. Dennoch habe ich einige persönliche Highlights im Süden, die ich dir im Folgenden gern vorstellen möchte. Generell sind, wie fast überall, kleine (vielleicht sogar ein bisschen schraddelig aussehende) Lokale mit vielen Menschen den großen, schicken Restaurants überlegen. Und nein, ich habe weder Aktien, noch bekomme ich Provisionen für meine Tipps. Es sind einfach meine persönlichen Geheimtipps. 😉

Alle Orte kannst du in Google Maps auch finden. Mitunter gibt es den Namen mehrfach. Deswegen habe ich immer auch den Ort dazu geschrieben.

  • Restaurante El Cordero in Guargacho / „Das Lamm“ ist ein fantastisches Restaurant, um tatsächlich authentisch kanarisch zu essen. Supergünstig und enorme Portionen in einem urigen, kanarischen Ambiente werden dich begeistern. Allerdings solltest du besser kein Vegetarianer sein. Von außen erkennst du schon, dass du richtig bist, an den großen Bäumen in Lamm-Form geschnitten (s. Foto). Mein Tipp hier: Grillplatte (an einer Platte für eine Person werden fast drei Personen statt), gegrillter Käse (queso asado) mit Mojo-Soßen und „pimientos de padrón„. Die „papas arrugadas“ ebenfalls mit Mojo grün und rot (s.o.) als Beilage und dazu Hauswein und Wasser. Zum Nachtisch dann einen „Cortado Leche-Leche„. Für Fisch und Co. gibt es bessere Adressen. Vertrau mir. 😉 Da das Restaurant bis 23:00 Uhr geöffnet ist, bietet sich ein üppiges Mittagessen oder Abendbrot förmlich an. Manchmal gibt es vor dem Einlass ein paar Minuten Wartezeit, weil ihr halt nicht die Einzigen seid, die wissen, was gut ist. Haltet durch! Es wird doppelt belohnt. Ihr könnt sonst auch reservieren: +34 922.734.171
  • La Gaviota in San Miguel de Tajao (TF1, Abfahrt PIRS zum Meer runter) / „Die Möve“ ist ein hervorragendes Fisch-Restaurant. Wie vielfach auf Teneriffa, darfst du dich nicht vom einfachen Ambiente schrecken lassen. Gerade im Gegenteil. In diesem Lokal findest du eine riesige Auswahl frischer Meeresfrüchte und Fisch fangfrisch in die Vitrine. Dort suchst du dir aus, was du magst und wie du ihn zubereitet wünschst und dann heißt es nur noch mit einem Krug Hauswein den Blick auf den Atlantik und den leckeren Fisch genießen.
  • Shan Oriental / Las Chafiras. Wenn du Sushi magst dann fahr die TF5 bis Las Chafiras. Dort vom Süden kommend hältst du dich direkt scharf rechts an der Autobahnabfahrt und fährst auch nach weniger als 100 Metern gleich wieder rechts auf den McDonalds-Parkplatz (bis nach hinten durch). Kaum zu glauben, dass sich hier eines der schönsten Sushi-Restaurants von ganz Teneriffa versteckt. Die Inhaber sind echte Japaner, die Ware super frisch, die Dekoration sehr elegant und geschmackvoll und die Preise echt günstig.
  • Miishi Restaurante / Adeje; Puerto Colón. Das Miishi ist ein hochpreisiges und sehr elegantes japanisches Restaurant. Es liegt direkt am Sportboothafen Puerto Colón. Wer japanisches Essen liebt, der ist hier richtig, denn die Köche wissen, was sie tun und das Ambiente überzeugt.
  • La Calleja Tapas Bar / Restaurante Piscis Terraza, La Masía del Mar, Restaurante La Caleta / La Caleta. Eine noch fast unberührte, weil äußerste Ecke der südlichen Hotelkonstruktionen ist La Caleta. Folglich findest du in der Zone neben schick-eleganten und überteuerten, relativ neuen Restaurants auch noch eine Handvoll jahrzehntealte Tapas-Bars, direkt am Meer. Schau, wo du am besten sitzt und lass dir ein großes, kühles Dorada (das lokale Bier von Teneriffa) und ein paar frische Gambas oder Chipirones schmecken. Das Ambiente ist einfach, aber unübertroffen und die Preise sind noch günstig.
  • Bahía Beach in Palm-Mar / Von Los Cristianos aus siehst du einen großen Berg. Auf der anderen Seite findest du einen sehr coolen Beach-Club zum Chillen, Cocktail schlürfen und auch zum Essen. Leider kann man den Berg meerseitig nicht umrunden, sondern du musst über die Autobahn oder deren Parallelstraße. Die Preise haben fast deutsches Niveau, aber es ist echt ein cooler Platz für romantische Abende und leckere Cocktails. Leider hat der Club selbst keinen Sandstrand. Weil es etwas steinig ist, musst du dir das Baden für dann später aufheben.
  • Bar Deportivo Los Cristianos / An der Ecke Calle Noruega mit Avenida Suecia findet sich eine unscheinbare kleine Eck-Bar. Die absolute Spezialität: Saftiges Grillhähnchen mit gerösteten Kartoffeln. Klingt unspektakulär, ist aber eines der leckersten Hähnchen weltweit.
  • In Los Abrigos (TF5, Abfahrt Las Chafiras), einem ehemals unbedeutenden Fischerdörfchen, findest du als Fischfreund mit Sicherheit etwas Leckeres. Rund ein Dutzend Fischrestaurants reihen sich in der Calle La Marina aneinander.
  • Im Dörfchen Poris de Abona gibt es direkt in einer kleinen Strandbucht ein klitzekleines, sympatisches Strandrestaurant, das Café al Mar. Das Restaurant ist so klein, dass es drinnen nicht einmal Tische, sondern nur einen kleine Theke gibt. Auf der genauso kleinen Terrasse finden aber ein paar Personen Platz. Das Essen ist typisch tiñerfenisch und absolut lecker.

Ein paar Restaurants würden mir sicher noch einfallen. Jedoch sind die vorgenannten irgendwie besonders, weil nicht nur das Essen, sondern auch das Ambiente speziell ist. Solltest du Tipps für den Norden benötigen, wirst du diese in meinem Artikel zu Teneriffa Nord finden. Denn, wie schon weiter oben erwähnt, im Norden isst man deutlich besser und vielfältiger. Aber trau dich ruhig, probiere einfach Neues aus und verrate mir deine Erfahrungen. Wenn du irgendwo ein kleines Lokal findest, geh einfach hinein und lass dich überraschen. Je weniger Touristen dort sind, umso besser.

Wo musst du hin, was musst du in Teneriffa Süd sehen?

Nachtleben

Der Süden von Teneriffa steht für Nightlife. Von der schraddeligsten Shot-Bar bis zu exklusiven Clubs, in denen weltbekannte internationale Top-DJs auflegen, findest du hier alles. Auch im Nachtleben wechseln schon mal Namen, Betreiber und Konzepte. Daher würde ich eine kurze Google-Recherche empfehlen, ob der beschriebene Club geöffnet ist oder nicht. Achtung! Anders als in Deutschland: Wenn du Eintritt zahlen musst, schmeiß das Ticket nicht weg! Das kannst du gegen ein Getränk deiner Wahl drinnen einlösen. (Für Mixgetränke mit Red Bull kann es sein, dass zusätzlich z.B. ein Euro kassiert wird.)

Um einen kleinen Eindruck zu bekommen, habe ich hier eine kurze Liste der Locations erstellt, die es zu sehen lohnt und dazu geschrieben, was du erwarten darfst.

Achamán Disco Pub (Fañabé)

Das Das „Pub“ ist ein wenig irreführend, handelt es sich doch um eine moderne, ordentlich große Diskothek mit weiter Terrasse, Snackbar und Chillzonen. Hier läuft hauptsächlich Latino-Musik, viel Regguetón. Lange Schlangen vor dem Einlass sind keine Seltenheit.

Monkey Beach Club (Costa Adeje)

Einst war der Monkey Beach Club berühmt für seine legendären Sonntags-Partys die die Schickeria des ganzen Archipels anzogen. Top-House-DJs aus aller Welt gaben sich hier die Klinke in die Hand. Heute findet sich hier eine Mischung aus Restaurant, Bar und Club. Was bleibt ist die topmoderne Ausstattung, die liebevolle Dekoration und natürlich die traumhafte Sonnenuntergangslage direkt am Strand (Playa de Troya). Vielleicht erwischst du ja eine Party. Schau ins Programm!

Papagayo Beach Club (Playa de las Américas)

Der Papagayo Beachclub ist ein supermoderner Beachclub, wo du tagsüber oder abends in sehr ruhigem, eleganten Ambiente chillen oder essen kannst. Sehr gute Cocktails, schöner Platz für den Sonnenuntergang und romantische Momente, Außenbereich direkt zur Uferpromenade und zum Strand.
Nachts eine der Top-Diskotheken mit teils langen Schlangen vor dem Einlass und internationalen House-DJs. Nicht gerade günstig. Aber hast du genug Scheine dabei, wird der Abend hier eine runde Sache.

San Telmo (Los Cristianos)

Hier gibt es direkt oberhalb vom Strand „Playa de las Vistas“ auf mehreren Etagen unzählige kleine Bars und Restaurants und auch ein paar Clubs, wie z.B Punta Cana oder Casablanca. Hier kannst du am besten selbst einmal auf Entdeckungstour gehen. Das Ambiente der Gegend ist hier deutlich ruhiger, als beispielsweise in Verónicas. Wo es dir gefällt, da verweilst du halt.

Verónicas (Playa de las Américas)

Tagsüber eigentlich ein C.C. („Centro Comercial“, also Einkaufscenter), handelt es sich hierbei eigentlich mehr um eine Straße, an der sich nachts Bars, Diskotheken und Pubs aneinanderreihen, von denen man sich fragt, wo die denn auf einmal alle herkommen. Wenn du vor den Türen die englischsprachigen Promoter fragst, was es für Specials gibt, bist du spätestens nach dem dritten Laden schon platt und hast zwischen Mix-Drinks und Shots nicht einmal 10€ ausgegeben. Ausgelegt für jüngere englische Touristen ist diese Zone gut geeignet, hier eine Tour in der Gruppe mit Freunden zu ziehen. Bekommst du Hunger, gibt's hier überall Burger, Kebab oder Hotdogs. Und der McDonalds ist auch gleich gegenüber. Ein paar Namen hier sind: Tramps, O'Neills Irish Pub, Babylon, Jumping Jack's.

I Love Music Festival

Desweiteren findet fast jeden Monat im Sommer an verschiedenen Orten in Teneriffa Süd irgendein hochwertiges Festival elektronischer Musik statt. Mehrere weltbekannte DJs pro Festival zu erleben ist an der Tagesordnung. Die bekanntesten sind I love Music, Greenworld, Sunblast und Ritmos del Mundo. Halte die Augen offen nach Plakaten!

Beachclubs mit Musik am Strand

Natürlich wirst du überall irgendwie beschallt werden. Aber es gibt allerdings auch Stellen, die einfach cool sind. Mitunter ist zum Belegen eines Daybed („Cama Balinesa“) ein gewisser Mindestumsatz erforderlich. Dafür kostet es keinen Eintritt und zu dritt oder viert ist mit Getränken und Snacks der Preis schnell erreicht. Dafür habt ihr den ganzen Tag das Sunbed und müsst nicht im Sand liegen.

Kaluna Beach Club (Costa Adeje)

Sehr cooler Beachclub ohne Strand unterhalb des Leuchtturms („Faro“) mit Infinity-Pool, sehr guter Gastronomie und Cocktailerie. Die Housemusik kommt vom Band, bei Events auch mit DJ. Hier kannst du prima einen Tag lang chillen.

Le Club (Playa Fañabé)

Im Le Club zählt sehen und gesehen werden. Am Wochenende den ganzen Tag mit DJ fließen hier Mojitos und Champagner in Strömen. Da der Le Club ein Abschnitt vom öffentlichen Strand Playa Fañabé ist, könntest du dich auch daneben oder darunter in den Sand legen und hast auch die Musik. Ist aber halt nicht so cool. Ein super Pluspunkt ist, dass du genau gegenüber auf der anderen Promenadenseite öffentliche Duschen findest, die ganz okay sind und wo du dich nach einem Strandtag wieder straßentauglich herrichten kannst.

Strände

Die wichtigsten Strände von Teneriffas Süden beginnen mit der Playa de las Vistas in Los Cristianos. Ein breiter Sandstrand mit sehr lange sehr flachem Wasser. Auf der anderen Seite der Uferpromenade findest du eine Vielzahl Bars, Restaurants und Cafés.

Playa de Troya zwischen Las Américas und Adeje ist ebenfalls ein schöner Sandstrand (dunkler Sand).

Genau zwischen dem schicken Sportboothafen von Puerto Colón und der Playa de Torviscas liegt die Playa de la Pinta. Hier findest du auf der anderen Seite der Promenade eine ganze Reihe Geschäfte und mittelmäßige Restaurants.

Weiter nordwestwärts schließt sich die Playa de Fañabé an. Ein ziemlich langer Strand mit etlichen Strandkiosken (Chiringuitos). Viele haben Musik und den Chiringuito Le Club erwähnte ich ja schon bei den Tages-Beach-Clubs.

Weiter nordwestwärts kommst du dann in die edlere Zone des südlichen Touristenrummels. Hier an der Playa del Duque ist alles etwas schicker, etwas ruhiger und etwas teurer. Sehr hübsche ineinandergeschachtelte Architektur beherbergt Cafés, exzellente Restaurants, Bars und kleine Geschäfte und Boutiquen.

Magst du lieber deine Ruhe haben und etwas abseits vom Touristentrubel einen Tag verbringen, dann geh zu den Hippies. Ja, tatsächlich wohnen hier in Höhlen seit Jahrzehnten Menschen, die eigentlich nichts weiter machen, als dort zu leben.
Der Weg ist logischerweise nicht mit Taxi oder Bus zu erreichen. Du musst schon etwas laufen, aber in zirka einer halben Stunde entschädigt dich dann tatsächlich eine recht gute Privatsphäre. Der Startpunkt ist eine breite Treppe, die du hoch musst. Die Koordinaten sind: 28.102469,-16.757092 und dann immer irgendwie geradeaus durch's Nichts. Du suchst die zweite Bucht. Die Zone heißt La Caleta und den Rest findest du schon.

Empehlenswerte Aktivitäten in Teneriffa Süd

Wie schon geschrieben, ist Teneriffa Süd sehr touristisch geprägt. So hat sich hier im Laufe der Jahrzehnte viel angesiedelt, was der Unterhaltung und der Freizeitnachfrage der Touristen geschuldet ist. Ständig kommen neue Angebote hinzu und manches mag nicht lohnen. Aber vieles ist Weltklasse und teilweise einmalig. Scheue dich nicht, Dinge zu entdecken, und auszuprobieren, die dir gefallen könnten. Trau dich einfach! 😉

Roller ausleihen

Leih dir einen Tag lang einen E-Roller oder ein E-Bike aus und fahre die gesamte Strandpromenade von Teneriffa Süd ab! Weil es überall Restaurants und Bars am Weg gibt, wirst du auch nicht verhungern oder verdursten. Der Weg ist das Ziel und so genieße die Aussichten, ein Bad im Meer, ein paar erfrischende Getränke und ein romantisches Dinner.

Schwimmen mit Schildkröten

Entweder du fährst auf eigene Faust mit dem Auto bis Armeñime und dann am ersten Kreisverkehr zum Wasser runter, oder du mietest dir ein kleines Selbstfahr-Boot im Hafen von Puerto Colón und fährst auf eigene Faust nach El Puertito oder du lässt dich führen. Auch mit dem Kajak* kannst du dort hinkommen. Alle Varianten sind empfehlenswert und haben ihre Vor- und Nachteile. Das Ziel ist, die Unechten Karettschildkröten zu finden. Umso spannender, da diese hier frei leben. Wenn du sie zum ersten Mal siehst, ist das echt beeindruckend, denn sie sind schon ziemlich groß. Ein wunderbares Naturschauspiel.

Los Gigantes

Die gigantische Steilküste mit ihren über 500 Meter hohen Felsformationen kannst du am besten von der Meerseite aus bestaunen. Wie du hinkommst, ist dir überlassen. Du könntest sowohl mit dem Jetski*, mit einem kleinen gemieteten Boot, im Rahmen einer Delphintour* oder mit dem Kajak (mit Schildkröten- und Delfinbeobachtung)* hierher kommen. Am einfachsten geht es direkt vom Sportboothafen von Los Gigantes aus los.

Jetski

Miete dir einen Jetski*. Am meisten Spaß macht das in einer Gruppe. Empfehlenswerte Ziele sind vor allem die Steilküste von Los Gigantes und der Leuchtturm der Punta de Teno. Mietstationen findest du allenthalben am Strand. Beliebte Startpunkte sind die Sportboothäfen von Los Gigantes und Puerto Colón.

Schnorcheln und Tauchen

Am besten geführt*, weil dann bekommst du das notwendige Equipment gestellt. Im kristallklaren Atlantikwasser kannst du von verschiedensten bunten Fischen, über Moränen, Rochen, bis hin zu Delfinen alles beobachten.

Go-Kart fahren

Karting Tenerife hat im Süden zwei Kartbahnen. Ich selbst habe nur die in Cho mehrfach besucht und mir hat besonders die weitläufige Outdoor-Bahn und die verschieden schnellen Karts, die es zur Auswahl gibt, gefallen. Auch gibt es sogar eine extra Kartbahn für Kids. Hier Karten ab 15€ mit kostenlosem Shuttle*.

Monkey Park und Jungle Park

Es gibt in Teneriffa Süd einige durchaus sehenswerte Parks. Beispielsweise den Monkey Park, in dem du direkten Kontakt mit Schildkröten, Leguanen, Aras, verschiedenen Äffchen und Lemuren hast.
Auch sehr lohnenswert ist der Jungle Park, in dem unter anderem fantastische Flugshows verschiedener Großvögel geboten werden. Hier Eintrittskarten ohne Anstehen.*

Auf Kamelen reiten

In Armeñime gibt es ein weitläufiges Gelände für ausgiebige Exkursionen und Rundtouren auf dem Rücken von Kamelen. Sehr lustig für alle, die das noch nicht kennen ist der schaukelnde Gang der „Wüstenschiffe“. Denn der hat schon so manchen arglosen Touristen zur Verzweiflung getrieben.

Teide

Obwohl du auf Teneriffa und gerade im Süden viel Unterhaltung finden wirst, solange du nicht auf dem Teide warst, warst du nicht auf Teneriffa. Schon vom Flugzeug aus kannst du ihn sehen, den höchsten Berg Spaniens, den Vulkan Teide mit 3.718 Metern Höhe. Unendliche Lavafelder in den verschiedensten Farben und der alles überragende, majestätische Hauptkegel der Vulkanlandschaft, karge Landschaft und zarte Blüten, die die Ebenen in jeder Jahreszeit in anderen Farben hüllen. Folglich ist ein Ausflug in die Cañadas und den Teide-Nationalpark ein Muss. Der TF51 folgend geht es über Arona und Vilaflor bis zur Talstation der Seilbahn. Von dort könnte man noch bis fast auf den Gipfel kommen, aber das lohnt meines Erachtens nur bei extrem guter Sicht. Gutes Schuhwerk und ausreichend Wasser ist empfehlenswert. Deine hübschen italienischen Stöckelschühchen oder Badelatschen sind hier absolut fehl am Platz.

Von der Seilbahnstation könntest du noch ein paar Kilometer weiter fahren, aber viel anderes kommt da nicht mehr und du bist schwupps im Norden. Daher hättest du dann noch eine Stunde Heimfahrt über die Autobahn.

Teide mit Finger Gottes
Der gewaltige Vulkankegel des Teide mit dem „Finger Gottes“ und ausgedehnten Lavafeldern

Besser fahr wieder zurück, um die nächste Parkplatzeinfahrt rechts zu nehmen und den Finger Gottes zu besichtigen. Das ist das Motiv, welches du auf fast jeder Postkarte findest, den mächtigen Teide im Hintergrund. Auf der weiteren Rückfahrt kommst du am Observatorium vorbei. Weil Teneriffa neben Chile und Hawaii zu den besten Himmelsbeobachtungs-Standorten zählt, ist dieses Observatorium von großer internationaler Bedeutung. Ein absolutes Highlight ist eine Besichtigung desselben und einmal selbst durch die gigantischen Teleskope einen Blick auf die Sonne oder andere Himmelskörper zu werfen. Tickets gibt es hier*.

Da, wie schon geschrieben, im Bereich des Teide und der Cañadas die Lichtkontamination sehr gering ist, kannst du hier hervorragend die Sterne beobachten und sogar die Milchstraße mit bloßem Auge beobachten. Die Tour Sternenbeobachtung im Nationalpark El Teide* holt dich direkt an deiner Unterkunft ab. Nach einem leckeren Abendbrot auf 800 Metern Höhe geht es weiter hinauf. Ein Glas Cava (spanischer Champagner), eine astronomische Führung, sowie die Planeten durch das Dobson-Teleskop bestaunen sind eingeschlossen.

Loropark* / Siampark*

Überall, schon am Flughafen, wirst du Werbung für den Loropark sehen. Und ja, er ist tatsächlich sehr empfehlenswert. Angefangen hat die mittlerweile größte Papageiensammlung der Welt tatsächlich mit Vögeln, ist aber mittlerweile ein wunderschöner tropischer Erlebnispark, wo du neben Papageien auch Affen, Delfine, Tiger, Orcas, Flamingos, Seelöwen und vieles mehr entdecken kannst. Eines der modernsten Pinguinhäuser der Welt, ein unglaubliches Aquarium mit Haitunnel, Korallenriff, Flussdelta mit Pirañas und vieles mehr lassen die Zeit wie im Fluge vergehen. Es gibt sehenswerte Shows, Spielplätze für Kinder und auch einen Pfad durch die Baumwipfel zwischen bunten Vögeln. Fest in deutscher Hand besticht die Perfektion und Sauberkeit dieses Parks. Karten ohne Anstehen und mit Shuttlebus hier!* Wenn du Zeit findest, in den Norden zu fahren, dann würde ich ihn tatsächlich von ganzem Herzen empfehlen. Ich selbst hatte sogar eine Jahreskarte für den Loropark.

Auch hier ist eine VIP-Tour* verfügbar. Diese umfasst eine spannende, anderthalbstündige Führung hinter die Kulissen, ein all-inklusive-Mittagessen und VIP-Sitzplätze in den Shows. Wenn du Wasser magst, dann kauf am besten gleich ein Kombiticket mit Shuttlebus*, denn das gibt es deutlich günstiger für den zur gleichen Gruppe gehörenden Siampark.

Der Siampark ist ein in Teneriffa Süd gelegener Wasser-Erlebnispark und gilt als der modernste seiner Art auf der Welt. Nicht langweilige Rutschen sondern technisch perfekt ausgeklügelte Systeme lassen dich hier Raum und Zeit vergessen. So auch mein Tipp, sei zur Öffnung morgens gleich dort und abends werfen sie dich dann schon raus. Dir wird jede nicht genutzte Minute, die du morgens zu spät gekommen bist, leid tun. So wundert es nicht, dass ich es geschafft habe, in einem Jahr sage und schreibe sechs Mal im Siampark gewesen zu sein. Extratipp: Wenn möglich fahre sonntags hin. Da ist er nicht so voll und du stehst nicht so lange an. Das beste Wetter wäre ein Sonne-Wolken-Mix, aber ich gebe zu, dass dies schwierig zu steuern ist. Parkplätze gibt es ausreichend. Karten ohne Anstehen hier!*

Vorsicht Falle!

Teneriffa ist im Grunde ungefährlich, wenn man seinen gesunden Menschenverstand nicht ausschaltet.
Wichtigster Tipp: Nichts, außer vielleicht Badesachen, im Auto lassen! Nichts und nie! Es gibt kleinere Banden, die blitzschnell auf Parkplätzen zuschlagen und das Auto ausräumen. Ebenso gut auf Handtaschen aufpassen, gerade im Dunkeln oder in Restaurants!

Andererseits sind die Menschen unglaublich hilfsbereit und freundlich. Du kannst überall alles und jeden fragen und (wenn man sich denn versteht) wirst du Hilfe bekommen.

Wenn du Technik einkaufen willst, die hier vielfach günstiger ist als daheim, dann solltest du die Preise gut kennen. Die meisten Elektronik-Shops sind in indischer Hand. Die Geräte sind Originalmarkenprodukte und da schummelt man normalerweise nicht. Aber das Verhandlungsgeschick ist groß und ehe du dich versiehst, hast du zu der tatsächlich günstigen Kamera einen superteuren oder minderwertigen Ersatzakku, einen total überteuerten Speicherchip, eine Tasche oder sonst irgendein teures Zubehör zum doppelten Preis mit dazu gekauft.

Die Polizei -speziell die Guardia Civil– kennt kein Pardon. Es gibt einige Regeln, die für uns ungewohnt sein mögen und unbarmherzig sanktioniert werden. Beispielsweise ist es verboten, den Ellenbogen aus dem Autofenster zu lehnen, mit Badelatschen oder barfuß Auto zu fahren, zu laut Musik zu hören und vieles mehr. Auch die spanische Gelassenheit in Bezug auf ein Gläschen zuviel ist seit Jahren strikter Alkoholkontrolle gewichen. Verkehrsdelikte, wie Falschparken und selbst geringfügige Geschwindigkeitsüberschreitungen, sind um ein Vielfaches teurer, als in Deutschland und kosten leicht ein paar hundert Euro.

Fazit

Teneriffa ist wie ein kleines Land. Es gibt alles, die Insel ist unkompliziert erreichbar und man fühlt sich schnell zuhause.

Landessprache ist spanisch, man spricht schlechtes englisch und mitunter auch ein bisschen deutsch.

Ab Frankfurt fliegt man direkt in ungefähr vier Stunden bis Teneriffa.

Die Zeitzone ist UTC-1, also bei uns 15:00 Uhr ist dort 14:00 Uhr

Meine Top 5 für Teneriffa Süd sind

Dinge, die ich gern empfehlen kann

Eine Vielzahl weiterer Aktivitäten findest du hier für Teneriffa*. Viel Spaß!
Und hier findest du unseren Artikel über Teneriffa Nord.

Dazu noch mein Extra-Tipp wie immer: Schau dich um, beobachte, frage, lache und mach es einfach!

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